World Youth Day 2011 Madrid
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Santa María de la Cabeza, die Heiligkeit in der Ehe

Die Madrider Heilige, Schutzheilige des WJT, zeichnete sich durch ihr Leben der Frömmigkeit in der Eucharistie und dem Gebet aus.


Santa María de la Cabeza, Schutzherrin des WJT

María Torribia war eine spanische Bäuerin, von der man glaubt, dass sie den Heiligen Isidor geheiratet hat, und ist in Spanien bekannt als "Santa Marís de la Cabeza".

Vor 900 Jahren, in der Blüte des Mittelalters, erlebte die Stadt Madrid turbulente Zeiten. Kaum war sie im Jahre 1085 von den Christen zurückerobert, erlebte die Stadt zwei wichtige Einfälle muslimischer Reiche, welche im Süden der Iberischen Halbinsel angesiedelt waren. In diesem Zeit lebten Santa María de la Cabeza – deren Fest wir am 9. September feiern- und San Isidro.

Auch nach vielen Jahrhunderten zeigt das Beispiel der Heiligkeit von Isidro und María die Ehe im Sinne einer Berufung, nicht nur als eine Einrichtung, die ein emotionales Bedürfnis löst oder den Wunsch nach Nachkommen erfüllt, sondern als eine Berufung mittels derer die Heiligkeit erreicht werden kann.

Santa María de la Cabeza wird an einem unbekannten Datum Ende des XI. Jahrhunderts oder Anfang des XII. Jahrhunderts geboren. Ihr Leben verbringt sie als Zofe im erst kürzlich in das Kastilische Reich eingegliederten Madrid. Dessen Lage als Grenzstadt bedingt, dass die die derzeitige Hauptstadt Spaniens umgebenden Gebiete viele militärische Einfälle der muslimischen Königsreiche aus dem Süden der Halbinsel erleiden mussten.

Bei einer der Invasionen der Kräfte der Almoraviden flüchtet Isidro an den Ort Torrelaguna, wo er María kennen lernt, seine zukünftige Ehefrau. Als Frucht ihrer Ehe wird Illán geboren, der als Kind in einen Brunnen fällt. Durch die Gebete Marías und Isidros steigt wunderbarerweise das Wasser des Brunnens, solange bis das Kind sicher in den Armen der Eltern landet. Dieses Wunder wurde vielfach dargestellt und verewigt, am berühmtesten durch den Maler Alonso Cano im Jahre 1648,  dessen Werk im Museo del Prado in Madrid bewundert werden kann.

Das Leben im Mittelalter war für Frauen nicht einfach, sie mussten die Aufgaben des Haushalts mit den Aufgaben auf den Feldern in Einklang bringen, indem sie ihre Ehemänner beim Ackerbau unterstützen.

María war eine heilige Frau, demütig, fleißig, eine gute Ehefrau und Mutter, tugendhaft und fromm. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1172 kehrte sie nach Torrelaguna zurück und starb als berühmte Heilig im Jahre 1175 oder 1180.

Nach zahlreichen Übersetzungen kamen die Reliquien ihres Kopfes schließlich im Jahre 1769 in der Königlichen Stiftskirche  des San Isidro von Madrid zusammen, wo sie heutzutage verehrt werden können- gemeinsam mit dem unversehrten Körper ihres Ehemanns und Schutzherrn von Madrid, San Isidro Labrador.  

Die Heiligkeit in der Ehe

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Das Brunnenwunder, 1648, Alonso Cano

Isidro und María waren ein heiliges Ehepaar und Eltern einer Familie im christlichen und evangelischen Sinn, durch ihre Liebe zu Christus und der Heiligen Jungfrau. Sie wurden heiliggesprochen durch die Ausübung ihrer Liebe und Tugenden, und lassen uns als Beispiel ihr Lebenszeugnis zurück. Dieses Beispiel der Heiligkeit in der Ehe ist ein Beispiel für die Jugendlichen aus aller Welt, die an den Vorbereitungen zum und an den Feierlichkeiten des Weltjugendtags in Madrid 2011 teilnehmen. 

Liebe zum Herren, durch Gebet und Eucharistie
Liebe zur Gestalt der Jungfrau Maria (vor allem in ihren Madrider Widmungsnamen Almudena und Atocha)
Liebe zur Familie (Ehepartner und Kinder)
Nächstenliebe, durch ständiges Üben, in Gebeten und in der Karitas
Liebe zur Arbeit, die als Mittel der Weihung und des Lobs an Gott verstanden und gelebt wird

Seit dem XIII. Jahrhundert hat die Königliche Stiftskirche von San Isidro sich dafür eingesetzt, das Beispiel des Lebens dieser heiligen Ehe zu verbreiten.

 

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